Verlagshaus Römerweg

Verlagshaus Römerweg Ein Haus der schönen Bücher. Wir betrachten Bücher als die schönste Ware der Welt. Eine Verführung, der wir selbst erlegen sind.

Wir glauben: Bücher, im Besonderen: schöne Bücher, sind die schönste und interessanteste Ware der Welt, von der Wissen, Aufklärung und Weltverständnis ebenso ausgehen wie Verzauberung und Verführung. Mit seinem vielfältigen Themenspektrum bedient das VERLAGSHAUS RÖMERWEG sowohl universelle als auch lokale Ansprüche. So wie der Name marix seit jeher für hochqualitative Publikationen zur Kulturgesch

ichte, Philosophie und Literatur der Welt steht, so repräsentieren der Waldemar Kramer Verlag mit seiner Konzentration auf die Geschichte und Literatur Frankfurts und Hessens sowie die Weimarer Verlagsgesellschaft mit ihrem Schwerpunkt auf den kulturellen Schätzen Weimars das Regionale. Die historischen Reiseberichte der traditionsreichen Edition Erdmann und die literarischen Texte zu Reise und Welterfahrung bei Corso stehen für die Schönheit und die Abenteuer, die man in der Fremde findet. Und ganz neu bei uns: die berlin university press!

Happy Release Day für unsere vier literarischen Neuerscheinungen:⁠GOSSENWALZER von Ada Badey⁠⁠MEIN VATER IST NICHT GESTO...
20/02/2025

Happy Release Day für unsere vier literarischen Neuerscheinungen:⁠

GOSSENWALZER von Ada Badey⁠

MEIN VATER IST NICHT GESTORBEN von Christian Kortmann⁠

BLUTHAUT von Audrée Wilhelmy, übersetzt von Tabea Rotter⁠

SONNENVÖGEL von Daniila Beser und Richard Mackenrodt

Der Frühling bringt neuen Lesegenuss zu zeitlosen Themen. Darunter …

… ein Roman über ein Familiengeheimnis, erste Liebe und Verrat.

… eine Erzählung über einen sanften Vater und dessen Lebenskunst.

… ein dunkles Märchen über Freiheit, Begehren und Entfesselung.

… ein Familienepos über den bedingungslosen Einsatz für Menschlichkeit.

Worauf seid Ihr besonders neugierig?

Gemeinsam mit seinen Freunden Alberto Moravia und Elsa Morante bereiste Pier Paolo Pasolini – Poet, Regisseur, Publizist...
19/02/2025

Gemeinsam mit seinen Freunden Alberto Moravia und Elsa Morante bereiste Pier Paolo Pasolini – Poet, Regisseur, Publizist – 1960 den indischen Subkontinent, bestaunte das Land, seine Menschen, die irritierenden Riten und Religionen, Kasten und Kulturen.

Andreas Altmann – einer der bekanntesten deutschen Reiseschriftsteller, Indien- und Pasolini-Kenner – ist fünf Jahrzehnte später auf den Spuren Pasolinis:⁠ Er erzählt, was sich seit Pasolinis Reise verändert hat, was verschwunden ist, was Pasolini anders gesehen hat, was ihm wunderbar gelungen ist – vor allem aber, was Indien ihm so verschwenderisch an Wundern und Zaubereien geschenkt hat. Prächtige Farbfotografien von Isabela Pacini aus dem heutigen Indien bereichern dieses außergewöhnliche Buch.⁠

Von Pasolini kann man einiges lernen, schreibt Altmann:

»Wir Europäer sollten auf der Hut sein. Und uns nicht zu lautstark – gen Osten – erheben. Als Moralapostel. Durch unsere eigene Geschichte geistern Millionen, die andere Millionen für nicht lebenswert hielten. Aber jeder Indienfahrer könnte es machen wie Pasolini, als winzigen Schritt Richtung Würde und Respekt: den Menschen neben sich wahrnehmen, ihm ein Lächeln zuwerfen, ihm in die Augen schauen. Immer auf Augenhöhe.«


📔 📒 📕 📗 📘 📙⁠

Pier Paolo Pasolini | Andreas Altmann | Toni Kienlechner (Übers.) | Isabela Pacini (Fotogr.)
INDIEN

978-3-7374-0702-1
€ 26,90 (D) / € 27,70 (A)⁠

Das Buch findet Ihr bei Eurem Lieblingsbuchhändler oder in unserem Webshop (Link in der Bio).

Heute stellen wir ein weiteres Buch aus dem Frühjahrsprogramm vor: Der autofiktionale Roman SONNENVÖGEL von Daniila Bese...
17/02/2025

Heute stellen wir ein weiteres Buch aus dem Frühjahrsprogramm vor: Der autofiktionale Roman SONNENVÖGEL von Daniila Beser und Richard Mackenrodt erzählt eine Familiengeschichte im Zeichen von Freiheit und Widerstand.

Daniila will Romane schreiben und Maschinen bauen. Doch mitten im Studium wird sie brutal aus diesem Traum gerissen, als russische Panzer ihre Heimat, die Krim, überrollen. Daniila beteiligt sich an riskanten Widerstandsaktionen, nach einer muss sie fliehen. So kommt sie bei Verwandten im Allgäu unter und stößt dort auf Spuren ihrer Großmutter, die vor fünfzig Jahren urplötzlich verschwand.

Viktoria Beser wollte Tierärztin werden und muss stattdessen im Schlachthaus arbeiten. Ihr Mann erniedrigt sie täglich. Nachdem ein Streit zwischen ihnen eskaliert, nimmt sie eine waghalsige Flucht aus der Sowjetunion auf sich. Nach einer Odyssee durch Europa heuert sie auf einer Safari-Lodge in Sambia an. Dort gerät sie in Konflikt mit ihren Überzeugungen – und dem Gesetz.

Flößermeister Franz Beser liebt die Herausforderung. Nicht nur beim Werben um die mit allen Wassern gewaschene Thea, sondern auch auf den gefährlichen Flussrouten. Nachdem ein Auftrag in einer Tragödie endet und seiner Zunft durch die Eisenbahn das Aus droht, führt Franz die Flößer in den Streik. Seine Gegner aber sind skrupellos …

Henning von Tresckow ist entsetzt, als die Nationalsozialisten immer mehr Gesetze aushebeln, um Menschen zu verfolgen und zu ermorden. Schlimmer noch: Er ist Teil der Verbrechen, denn als hochrangiger Wehrmachtsoffizier schickt er Männer in den Krieg. Sein Gewissen zerreißt ihn und lässt ihn handeln.

SONNENVÖGEL basiert auf historischen Ereignissen, Tagebüchern und Erlebnissen der Autor:innen. Der Roman ist ein Plädoyer für Menschlichkeit und den mutigen Einsatz gegen Unrecht und Gewalt – und damit in dieser Zeit wichtiger denn je.

»Ein junger Mann aus Lobale war in Schintes Land geflohen und hatte sich niedergelassen, ohne sich vorher dem Häuptling ...
16/02/2025

»Ein junger Mann aus Lobale war in Schintes Land geflohen und hatte sich niedergelassen, ohne sich vorher dem Häuptling vorzustellen. Dies war Verbrechen genug, um es zu rechtfertigen, dass man ihn ergriff und zum Verkauf anbot, während wir gerade da waren. […] Es war merkwürdig, zu sehen, wie der Sklavenhandel alle Empfänglichkeit für Moral abstumpft; kein Häuptling im Süden würde einen Flüchtling auf solche Weise behandeln.«

Von den Schicksalen der Sklaven war Livingstone sehr bewegt. Eines seiner Ziele war, den Sklavenhandel abzuschaffen:

»Als ich mit meinem Begleiter diese Verhältnisse besprach, kam uns der Gedanke, dass der Sklavenhandel unmöglich werden müsse, wenn der Markt durch ehrlichen Handel mit Erzeugnissen europäischer Manufakturen versehen würde. Es erschien uns weit ausführbarer, die Waren, gegen welche diese Völker jetzt ihre Diener hingeben, im Tausch gegen Elfenbein und andere Landeserzeugnisse abzulassen, und so den Sklavenhandel im Keime zu ersticken, als ihn erst dann unterdrücken zu wollen, wenn er größere Ausdehnung gewonnen hätte. Doch könnte dies nur durch Anlegung einer Handelsstraße von der Küste nach dem Mittelpunkt des Landes erreicht werden.«

David Livingstone gilt als einer der bedeutendsten britischen Entdecker sowie entschiedener Gegner des Sklavenhandels. Er machte eine bemerkenswerte Karriere, indem er aus armen Verhältnissen zum Forscher und Mediziner aufstieg und in drei abenteuerlichen Reisen Afrika erkundete.

Das erste Mal brach er als Missionar auf, seine dritte Reise startete er 1865 als Expedition, um die Quelle des Nils zu finden. Er entdeckte als erster Europäer den Ngamisee im Norden des ehemaligen Betschuanalandes, erforschte in einem 4000 Kilometer langen Marsch bis nach Luanda den oberen Sambesi, brach von dort zu einer Expedition quer durch den Kontinent zur Ostküste auf und stieß endlich auf die von ihm nach der Queen benannten Victoria-Fälle.

Als Livingstone starb, begleiteten über 60 seiner afrikanischen Weggefährten den Leichnam auf einer neunmonatigen Reise nach Sansibar, von wo er nach England gebracht wurde. In der postkolonialen Forschung kritischer betrachtet, wird Livingstones Bedeutung dennoch bis heute geschätzt.

📔 📒 📕 📗 📘 📙

David Livingstone
REISEN UND ENTDECKUNGEN IM SÜDLICHEN AFRIKA
Von den Kalahari zu den Victoria-Fällen

⁠978-3-7374-0026-8
€ 24,00 (D) / € 24,70 (A)

Das Buch findet Ihr bei Eurem Lieblingsbuchhändler oder in unserem Webshop (Link in der Bio).

»wie viele magische Hände haben zur Aussteuer beigetragen, Stück für Stück für Stück für Stück, Generationen betörender ...
14/02/2025

»wie viele magische Hände haben zur Aussteuer beigetragen, Stück für Stück für Stück für Stück, Generationen betörender Frauen, die nie jemand anderen geheiratet haben als sich selbst«⁠

Mit großer Freude fiebern wir der Veröffentlichung des zweiten Romans von Audrée Wilhelmy entgegen. BLUTHAUT entführt uns erneut in das Dorf Kangoq, das wir bereits in WEISSES HARZ kennengelernt haben. So spinnt die frankokanadische Autorin ihren Erzählkosmos weiter, nimmt immer andere ungewöhnliche Figuren in den Fokus. Ihr unverwechselbarer Stil wurde erneut von der Übersetzerin Tabea Rotter lebendig ins Deutsche übertragen.⁠

Nachdem Daã, die Protagonistin in WEISSES HARZ, die Leser:innen in ihren Bann geschlagen hat mit ihrem rauen, wilden Wesen und ihrer tiefen und zugleich harschen Naturverbundenheit, rückt im neuen Roman die Federfrau Bluthaut in den Vordergrund, die als Mutterfigur, Liebhaberin und freie, weise Frau das Dorf Kangoq in einem geheimen Gleichgewicht hält.⁠

Bluthaut kennt die Einwohner von Kangoq, ihre Sehnsüchte und Verstrickungen. In ihrer Federei nimmt sie die unschuldige Déléanne und die übermütige Philomène in die Lehre, beschäftigt den Waisenjungen Binouche, vor dem alle Angst haben, handelt mit dem schönen Teufel Sulfurian, der wildernd das Umland durchstreift, hilft dem Notar Pierre Arquilyse aus der Scham seiner unterdrückten Fantasien und entdeckt dem sanftmütigen Arzt Tamiel seine ungestüme Seite. Wie ihre Vorgängerin, die alte Yaga, die an ihrem Webstuhl die Schicksale der Stadt ausbreitet, weiß auch Bluthaut um ihr nahendes Ende. Eine Frau, die niemandem gehören will, sinnlich, weise und frei, ist vielen ein Dorn im Auge.

Audrée Wilhelmys Erzählkosmos, den sie mit einer unerschöpflicher Sprachkraft entwickelt, ist durchwirkt von Folklore und Elementen alter Märchen wie »Blaubart« oder »Eselshaut«. In BLUTHAUT webt sie weiter an der faszinierenden Welt, die sie in ihren früheren Romanen geschaffen hat.

»No pasarán!« – Der Ausruf gilt als antifaschistische Kampfansage der spanischen Linken, ist aber auch international bek...
13/02/2025

»No pasarán!« – Der Ausruf gilt als antifaschistische Kampfansage der spanischen Linken, ist aber auch international bekannt. Die Revolutionärin Dolores Ibárruri⁠ prägt ihn, als sie am 19. Juli 1936 im Madrider Radio zur Verteidigung der Demokratie Spaniens gegen Franco aufruft. ⁠Somit ist der Ausspruch eng mit dem Spanischen Bürgerkrieg verknüpft. Er geht allerdings auf den Propagandaspruch »Ils ne passeront pas!« aus dem Ersten Weltkrieg zurück, mit dem Frankreich seine Soldaten dazu aufforderte, eine Position nicht vom Gegner erobern zu lassen. In Spanien siegten die Faschisten, die Franco-Diktatur dauerte bis 1977 an. Ibárruris Rede aber ist zum Mythos geworden. Als die Politikerin 1989 beerdigt wird, nehmen Tausende am Begräbnis teil.

In ihrer Rede richtet sie sich auch besonders an die Frauen:
»Frauen, oh ihr heroischen Frauen des Volkes! Erinnert euch an die heldenhaften Frauen Asturiens im Jahr 1934. Kämpft an der Seite der Männer[,] und verteidigt euer Leben und die Freiheit eurer Kinder, die durch den Faschismus gefährdet ist.«

In UM DAS FEUER IN EUCH ZU ENTFACHEN porträtiert Stephanie Zibell 50 beeindruckende Frauen und gibt Auszüge aus deren Reden oder geführten Gesprächen wieder. Darunter sind Namen wie Marlene Dietrich und Hannah Arendt. Ihre Biografien sind so vielseitig wie unterschiedlich. Luise Schottroff und Marie Curie erzählen vom Kampf für Gleichberechtigung in der Forschung. Die Japanerin Junko Tabei besteigt als erste Frau den Mount Everest und verweigert die Zurückdrängung in die Rolle als Hausfrau und Mutter. Wir lesen von der Autorennfahrerin Clärenore Stinnes-Söderström, von der Politikerin Sarojini Naidu und von Bertha von Suttner, die den Friedensnobelpreis entgegennahm. Das Buch ist eine geballte Sammlung von starken Frauen, die die Welt veränderten.

📔 📒 📕 📗 📘 📙⁠

Stephanie Zibell⁠
UM DAS FEUER IN EUCH ZU ENTFACHEN⁠
Bedeutende Worte beeindruckender Frauen⁠

978-3-7374-1190-5⁠
€ 26,00 (D) / € 26,80 (A)⁠

Das Buch findet Ihr bei Eurem Lieblingsbuchhändler oder in unserem Webshop (Link in der Bio).

»Meine Mutter war schön, wenn sie keine Fluppe im Mund hatte, wenn sie nicht rauchte. Sonntags war das. Sonntags konnte ...
12/02/2025

»Meine Mutter war schön, wenn sie keine Fluppe im Mund hatte, wenn sie nicht rauchte. Sonntags war das. Sonntags konnte man genau sehen, wie jung meine Mutter einmal gewesen war. Sonntags war meine Mutter die schönste Frau der Welt. Schwarzhaarig und silbrig war sie dann.
Ich war bleich-blond-verwaschen. Flusen. Ohne Frisur.«

Am 20. Februar erscheint GOSSENWALZER von Ada Badey. Dieser ebenso raue wie zärtliche Roman führt uns in den Sommer, in dem Tilda das Siedlungsgeheimnis aufdeckt, sich verliebt und ein Feuer legt.⁠

⁠Wann ist Fantasie nur Lüge – und was passiert, wenn daraus Wirklichkeit wird?⁠
Die dreizehnjährige Tilda schafft sich zu Hause, im engen Kosmos einer Arbeitersiedlung, ihren eigenen Lebensraum. Seit Tildas Mutter beschlossen hat, das kleine Haus nicht mehr zu verlassen, ist es an Tilda, ihr Bericht zu erstatten. Dabei ist die Mutter nie um ein scharfzüngiges Urteil und eine Merksatz-Lebensweisheit verlegen.⁠

Allmählich wird klar, dass alle im Dorf – Schrauben-Sigi, Lügen-Hilde und der Büchermann – in ein altes Geheimnis eingeweiht zu sein scheinen, über das niemand sprechen will. Die junge Tilda, die »Randnixe«, lügt sich in dieses allgemeine Schweigen nicht: Sie bahnt sich mit ihrem Fantasiefreund Huckleberry Finn einen eigenen Weg, schreibt Notizbücher voll und zieht ihre Schlüsse. Aber als ein junger Intellektueller in der Siedlung auftaucht, geschieht ein Mord und man beschuldigt Tildas Onkel Sigi. Um ihn zu entlasten, trifft Tilda eine folgenschwere Entscheidung.

GOSSENWALZER erzählt davon, wie viel Kraft, Irrwege und Liebe es braucht, um genau hinzusehen, nicht locker zu lassen und den Mut zur eigenen Stimme zu finden.

Eine Vater-Sohn-Beziehung, die sich durch Geduld, Verständnis, einen liebevollen Umgang miteinander und die Weitergabe v...
07/02/2025

Eine Vater-Sohn-Beziehung, die sich durch Geduld, Verständnis, einen liebevollen Umgang miteinander und die Weitergabe von essenziellen Lebensweisheiten auszeichnet: Am 20. Februar erscheint MEIN VATER IST NICHT GESTORBEN von Christian Kortmann. In seinem Buch gelingt dem Autor ein vielstimmiges Selbstgespräch über den Tod, über Trauer und erinnertes Leben.⁠

Die Nachricht vom bevorstehenden Sterben seines Vaters erreicht den Autor mitten im beruflichen Hochbetrieb. Er eilt zu ihm, erreicht ihn, verabschiedet sich – und sieht sich dennoch außerstande, loszulassen, nun, nachdem sein Vater gestorben ist. Schreibend, im Gespräch mit sich und seinem Vater, beginnt er eine umsichtige, geduldige und feinfühlige Meditation über die Verpflichtung, ohne einen Menschen weiterzuleben, ohne den das Weiterleben eigentlich nicht möglich ist.

Doch auf dem Papier nimmt die sanfte Liebe zwischen Vater und Sohn wieder Gestalt an. Kortmann entdeckt die unerschütterliche Lebenskunst seines Vaters, der Optiker war, neu, und erfährt die Kraft einer optimistischen Weltsicht. Seine Erzählung lässt ahnen, wie bemerkenswert und einzigartig dieses Leben und jede menschliche Bindung ist. Ein Buch, das vom Loslassen und Geborgenwerden erzählt und von wahrer Lebenskunst.

»Wozu ist Verlust gut; gibt es einen Sinn im Verlust? Der gesunde Wald nach dem Sturm bietet kein Bild der Zerstörung, sondern eines der Erneuerung. Nun wachsen Dinge heran, die vorher keinen Platz zum Wachsen hatten.«
(aus MEIN VATER IST NICHT GESTORBEN⁠)⁠
...

📔 📒 📕 📗 📘 📙

Christian Kortmann
MEIN VATER IST NICHT GESTORBEN
Erzählung

978-3-7374-1248-3
€ 22,00 (D) / € 22,70 (A)
...

Das Buch findet Ihr bei Eurem Lieblingsbuchhändler oder in unserem Webshop (Link in der Bio).

»Ich bin eher besorgt über die Andeutung, dass Grausamkeit die Essenz der Menschheit sein soll – als ob, wenn man uns ei...
05/02/2025

»Ich bin eher besorgt über die Andeutung, dass Grausamkeit die Essenz der Menschheit sein soll – als ob, wenn man uns eindampfen würde, am Grund unseres Wesens nichts weiter bliebe als ein darwinistischer Kampf, in dem sich jeder selbst der Nächste ist. Es steckt viel mehr in uns, selbst wenn das Vermögen, einander in kleinem oder in verheerendem Maße Leid zuzufügen, immer Teil von uns bleibt. «

Kunst und Grausamkeit – in welchem Verhältnis stehen sie zueinander? Kunst bewegt sich oft in uneindeutigen Bereichen. Wenngleich es kontraproduktiv ist, sie durch strenge Regeln einzugrenzen und damit ihr Potenzial zu ersticken, so steht sie doch auch nicht außerhalb ethischer Fragen und Verantwortung.

Wie umgehen mit der oft unaushaltbaren Koexistenz von Schönem und Schrecklichem, mit der überfordernden Vielschichtigkeit der Welt, mit wirklich kontroverser Kunst? Dafür liefert Nelson keine Anleitung. Stattdessen bietet sie uns etwas viel Faszinierenderes an: dorthin zu gehen, wo es schwierig wird und interessant, wo sich das Leben vertieft.⁠ Ihr Buch KUNST UND GRAUSAMKEIT, meisterhaft übersetzt von Jan Wilm, lädt zum Nachdenken und Mitreden ein.

In ihren kritischen Essays leuchtet Maggie Nelson Werke von Künstler:innen aus, die ambivalent und schwer einzuordnen sind. Werke, die entweder als »grausam« bezeichnet werden könnten oder sich im entfernteren Sinn damit beschäftigen. Das Spektrum reicht von von William Pope.L, Antonin Artaud und Sylvia Plath über Kara Walker, Franz Kafka und John Cage bis hin zu Nao Bustamante und Lars von Trier.

Wir haben mit Maggie Nelson darüber gesprochen, was Kunst darf und was sie eigentlich nicht tun soll, welche Künstler:innen sie zuletzt beeindruckt haben und wie wir als Menschen durch Kunst alte schädliche Diskurse überwinden können. Das ganze Interview findet ihr auf unserer Homepage.

»Tugendhaftes Verhalten und eine gründliche Charakterschulung wurden bei den Ahis großgeschrieben. In der Stadt schufen ...
01/02/2025

»Tugendhaftes Verhalten und eine gründliche Charakterschulung wurden bei den Ahis großgeschrieben. In der Stadt schufen sie ein Netz der Solidarität und Wohlfahrt. Neben Professionalität im jeweiligen Metier sollte ein Ahi Werte wie Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft, Treue, Ehrlichkeit und Tapferkeit vorleben. Der Ahi-Orden geht auf den Prediger und Sufi-Meister Ahi Evran (1169–1261) zurück, der einst seinen westiranischen Heimatort Choy zurückließ, um sich in Anatolien niederzulassen. Das Wort ›Ahi‹ leitet sich vom arabischen ›akhi‹ ab und bedeutet ›Bruder‹. Eine alternative Deutung führt den Begriff auf das alttürkische Wort ›ahı‹ zurück, was so viel wie ›offenherzig‹ oder ›großzügig‹ bedeutet.«

Die Sufis faszinieren mit ihren Weisheiten, die von großer Offenheit gegenüber anderen Religionen zeugen, denn engstirnige Orthodoxie ist ihnen fremd. Frieden, Nächstenliebe und das Aufgehen in der Einheit mit Gott sind die großen Anliegen der Sufis. Die Mystiker des Islam haben uns einen reichen Schatz an kulturellen Kostbarkeiten beschert: Unter ihrem Einfluss blühten Lyrik und Kunst ebenso wie Architektur. Dabei haben sie von Andalusien über Marokko und Anatolien bis nach Persien und Südasien einen weiten geographischen Raum geprägt, in dem sich verschiedene Sufi-Traditionen entwickelt haben.⁠

Autor Marian Brehmer reiste über Jahre ins Herz der Sufi-Kultur und ergründete eine länderübergreifende Spiritualität, die trotz aller politischen Herausforderungen lebendig geblieben ist und deren Geist man in den opulenten Aufnahmen nachspüren kann, in denen er seine Reisen dokumentiert hat.⁠

Der reich bebilderte Band SICH DEN DURST ANEIGNEN bringt der Leserschaft die Welt der Sufis und deren zeitlose Gedanken über die Suche nach Selbsterkenntnis, über das Wesen der Welt und des Menschen sowie über das ewige, »verblüffende Rätsel« Gott näher.⁠

📔 📒 📕 📗 📘 📙⁠

Marian Brehmer⁠
SICH DEN DURST ANEIGNEN⁠
Reisen in die Welt der Sufis⁠

978-3-7374-0776-2⁠
€ 29,90 (D) / € 30,80 (A)⁠


Das Buch findet Ihr bei Eurem Lieblingsbuchhändler oder in unserem Webshop (Link in der Bio).

»Dort, wo sich die traditionelle [politische] Lüge um Geheimhaltung drehte, betrifft die moderne Lüge etwas, das für jed...
29/01/2025

»Dort, wo sich die traditionelle [politische] Lüge um Geheimhaltung drehte, betrifft die moderne Lüge etwas, das für jeden offensichtlich ist, indem die Geschichte unmittelbar vor den Augen derjenigen umgeschrieben wird, die sie selbst erlebt haben. Es geht nicht darum, die Wirklichkeit zu verdecken, sondern darum, die Wirklichkeit zu zerstören, damit sie die Lüge nicht konfrontieren kann.«

In seinem Buch PHILOSOPHIE DER LÜGE setzt sich der preisgekrönte norwegische Philosoph Lars Svendsen mit dem Lügen auseinander. Nicht nur untersucht er die Ethik der Lüge, ihre Rolle in Freundschaften sowie das uns allen vertraute Phänomen des Selbstbetrugs, sondern auch die Funktion der Lüge in der Politik und wie sich diese im Verlauf der Zeit gewandelt hat.

Dabei geht Svendsen dem Wesen der Lüge auf den Grund und erklärt anhand von Philosophen wie Platon, Niccolò Machiavelli, Jean-Jacques Rousseau, Immanuel Kant und Hannah Arendt, wie sich Lügen auf das Individuum und die Gesellschaft auswirkt. Svendsen stellt dabei auch die Gefahr fest, wenn etwa Werte und ideologische Überzeugungen über Fakten gestellt werden:

»In einem so polarisierten Universum sind es nicht die Andersmeinenden, mit denen man sich zusammentut, um zu einem präsumtiv vernünftigen Standpunkt zu gelangen. Sie sind Feinde. Die Echokammer wird auf ein gesellschaftliches Niveau angehoben.«

Von Lars Svendsen erschienen in unserem Imprint S. Marix außerdem die Bücher PHILOSOPHIE DER EINSAMKEIT, wofür der Autor 2022 mit dem Philosophischen Buchpreis ausgezeichnet wurde, und PHILOSOPHIE DER HOFFNUNG.

»Ich lasse mein Nähzeug fallen und stürze an Deck, aber es handelt sich nur um jenen schüchternen, zurückgezogenen junge...
27/01/2025

»Ich lasse mein Nähzeug fallen und stürze an Deck, aber es handelt sich nur um jenen schüchternen, zurückgezogenen jungen Mann, der heimlich auf seiner Klarinette übt.« – Entwarnung also. Aber natürlich gibt es auf Mary Kingsleys Reise durch den Kongo, Corisco und Kamerun einige Abenteuer zu bestehen und Gefahren zu trotzen.

Mary Kingsley ist keine gewöhnliche Reisende. Als ein Krokodil versucht, in ihr Boot zu klettern, zieht sie ihm kurzerhand einen Schlag mit dem Paddel über den Kopf. Während der Regenzeit besteigt sie den 4095 Meter hohen Kamerunberg, was sie zur ersten Frau auf seinem Gipfel macht. Bis zum Kinn im Wasser watet sie durch Sümpfe. Sie stürzt in eine Fallgrube voller spitzer Pfähle, doch dank ihrer guten Entscheidung, nicht dem Rat ihrer Freunde in England zu folgen, sondern auch in Afrika Röcke statt Männerkleidung zu tragen, klettert sie unverletzt wieder heraus. ⁠

Die in REISEN IN WESTAFRIKA versammelten Berichte handeln von der zweiten Westafrikareise 1894/95 der britischen, heute als Nationalheldin gefeierten Entdeckerin und Schriftstellerin. Mit intensivem anthropologischem Interesse ergründet Kingsley das Leben der westafrikanischen Völker. Sie revolutioniert das rassistische Bild des »primitiven Schwarzen«, tritt gegen den Sklavenhandel ein und verteidigt die Rechte der afrikanischen Ureinwohner:innen.⁠

In der Edition DIE KÜHNE REISENDE verlegen wir historische Reiseberichte von Frauen; darunter Freya Stark, Maud Parrish, Vita Sackville-West, Kate O'Brien, Vivienne de Watteville, Edith Durham, Alexandra David-Néel, Edith Wharton, Isabella Bird, Isabelle Eberhardt, Ethel B. Tweedie, Frances Calderón de la Barca und Gertrude Bell.⁠...⁠

📔 📒 📕 📗 📘 📙⁠

Mary Henrietta Kingsley⁠
REISEN IN WESTAFRIKA⁠
Durch Französisch-Kongo, Corisco und Kamerun⁠

978-3-7374-0072-5⁠
€ 19,90 (D) / € 20,60 (A)⁠
⁠...⁠

Das Buch findet Ihr bei Eurem Lieblingsbuchhändler oder in unserem Webshop (Link in der Bio). ⁠

Dieses Buch ist auch als Ebook erhältlich.

»Tucholsky neigte wie andere führende Köpfe der Zeit dazu, der Bildung, Vernunft und Einsicht zu viel Gewicht beizumesse...
25/01/2025

»Tucholsky neigte wie andere führende Köpfe der Zeit dazu, der Bildung, Vernunft und Einsicht zu viel Gewicht beizumessen. Es dämmerte ihnen erst später, ›daß Ungebildete von Natur aus Humanisten und Demokraten sein können, während Hochgebildete kannibalische Ideologien vertreten‹, die nicht davor zurückschrecken, ›Kommandeure von SS-Einsatzgruppen‹ zu werden.«

Von der ersten Stunde an zählte der Berliner Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky zu den schärfsten Kritikern der Weimarer Republik. Doch im Gegensatz zu vielen anderen wollte er sie nicht zerstören, sondern ihr auf die Sprünge helfen, den Geist der Freiheit entfachen und sie vom Stahlkorsett des wilhelminischen Obrigkeitsstaates befreien. Ist er dabei mit seinen idealistischen Vorstellungen selbst zum Untergangspropheten geworden? Günther Rüther setzt sich in WIR NEGATIVEN. KURT TUCHOLSKY UND DIE WEIMARER REPUBLIK mit dem Schriftsteller und Publizisten auseinander.

Es drang damals nicht ins Bewusstsein der Bürger:innen, dass die neue Republik eine Errungenschaft war, dass der Staat nun in ihren Händen lag. da nicht über die Kriegspolitik und den Militarismus der wilhelminischen Ära aufgeklärt wurde, wirkte die junge Demokratie auf viele, die es gewohnt waren, in der Monarchie ein untertäniges, obrigkeitshöriges Dasein zu führen, im Vergleich zur alten autoritären Regierungsweise eher schwach. Das spiegelte sich auch in den »Bestsellern« jener Zeit wider:

»Vielmehr feierten Bücher große Erfolge, die den Krieg und den alten preußischen Geist verherrlichten, als wäre er nicht mit ursächlich für die nationale und europäische Katastrophe gewesen. Die selbstgefälligen Bestseller von Ludendorff ›Meine Kriegserinnerungen‹ von 1919 und Hindenburg ›Aus meinem Leben‹ im darauffolgenden Jahr setzten dafür unrühmliche Beispiele. Tucholsky prangerte das sich in den Verkaufszahlen offenbarende Leseverhalten dieser und ähnlicher Bücher in zahlreichen Beiträgen vor allem in der ›Weltbühne‹ an. Für ihn äußerte sich darin ein falsches Bewusstsein der Deutschen.«

Die »autoritäre Persönlichkeit«, die Theodor W. Adorno 1950 zusammen mit einem Forschungsteam in den USA identifiziert h...
21/01/2025

Die »autoritäre Persönlichkeit«, die Theodor W. Adorno 1950 zusammen mit einem Forschungsteam in den USA identifiziert hat, weist sich aus durch hohe Korrelation zwischen Konservatismus, Ethnozentrismus, Antisemitismus sowie antidemokratischen und faschistoiden Tendenzen, ebenso durch geringe Bildung und niedrige Intelligenz. Solche Persönlichkeitstypen neigen stärker dazu, rechtspopulistisch zu wählen. Narzissmus und Autoritarismus spielen ebenfalls eine Rolle, wie eine repräsentative Studie der Universität Leipzig 2018 gezeigt hat.

Mit welchen Mitteln operieren Populisten und Autokraten und wie schützt man die Demokratie vor ihnen? Was macht Demokratie aus und weswegen lohnt sie sich für uns? DEMOKRATIE von Volker Eichener porträtiert nicht nur diese Staatsform der Freiheit und Gleichheit, indem das Buch Theorie und Geschichte der Demokratie von der Antike bis heute skizziert. Es zeigt auch die Möglichkeiten und Chancen dieser Staatsform auf sowie die Gefahren, denen sie ausgesetzt ist.⁠

Wenn wir nicht mehr wissen, was Demokratie wirklich ist, dann machen wir es auch ihren Feinden leicht, sie zu demontieren, und wir werden selbst Opfer von Missverständnissen und Fremdbestimmung. Demokratie ist eine fragile Staatsform, sie kann Frieden, Freiheit und Wohlstand liefern, sich aber auch selbst abschaffen, wenn wir keine Verantwortung übernehmen.

»Hunde, die bellen, beißen auch. Autokraten setzen in der Regel um, was sie angekündigt haben – und klingt dies auch noch so abwegig, extrem, unrealistisch oder unvorstellbar. […] Autokraten lassen sich nicht besänftigen. Zugeständnisse werten Autokraten als Schwäche und provozieren sie, noch mehr Härte zu zeigen, weil sie glauben, auf wenig Widerstand zu treffen. Appeasement-Politik erreicht so das Gegenteil von dem, was sie bezweckt.«

📔 📒 📕 📗 📘 📙

Volker Eichener
DEMOKRATIE
Porträt einer Staatsform der Freiheit und Gleichheit

978-3-7374-1213-1
€ 26,00 (D) / € 26,80 (A)

Das Buch findet Ihr bei Eurem Lieblingsbuchhändler oder in unserem Webshop (Link in der Bio).

»Dem theoretischen Modell der Räteherrschaft liegt auch ein neues Menschenbild zugrunde. Das Mitglied der Rätegesellscha...
19/01/2025

»Dem theoretischen Modell der Räteherrschaft liegt auch ein neues Menschenbild zugrunde. Das Mitglied der Rätegesellschaft denkt und handelt in hohem Maße sozial gerecht und lehnt persönliche Macht ab. Der Mensch kann aufgrund seiner theoretischen und praktischen Kenntnisse verschiedene Funktionen ausfüllen. Im demokratischen Modell herrscht dagegen die Erkenntnis vor, dass nicht jeder Mensch alles gut machen kann. Es gibt eine Vielzahl von Begabungen und Ideen in der Gesellschaft, deren Klassenstruktur stark ausgeprägt ist.«⁠

Die Neuwahlen in Deutschland rücken immer näher und es lohnt sich, einen Blick auf die Geschichte zu werfen und zu begreifen, was auf dem Spiel steht. Die Novemberrevolution 1918 und die durch sie entstandene Weimarer Republik sind ein Meilenstein der deutschen Geschichte. Christoph Regulski erklärt im marixwissen-Band DIE NOVEMBERREVOLUTION 1918/19 verständlich die Ursachen, den Verlauf und die Ergebnisse der revolutionären Ereignisse bis in das Jahr 1920. ⁠

Trotz ihrer Errungenschaften ist noch immer die Rede von einer unvollendeten Revolution 1918/19. Dass die aus ihr hervorgegangene Republik nach einem Jahrzehnt katastrophal scheiterte, verdunkelte stets den Blick auf ihren Ursprung. Waren dort nicht all die Fehler schon gemacht worden, die den Untergang zwangsläufig nach sich zogen?⁠

Einerseits wurden eine Demokratie mit einer modernen Verfassung, ein Wahlrecht auch für Frauen und der Bruch mit der Monarchie erreicht. Andererseits geschahen Grausamkeiten gegen politische Gegner und das eigene Volk. Liebknecht und Luxemburg wurden ermordet, als sie mit Hunderttausenden die weitergehende soziale Revolution einforderten. Diesen Protest brachen Soldaten, die unbeschreibliche Gemetzel anrichteten.⁠

Nun standen sich SPD und KPD verfeindet gegenüber und Zentrum und Liberale trugen den Staat. Angesichts des Nationalsozialismus erwies sich dieser gesellschaftliche Konsens als zu dünn. Nach dem Krieg knüpfte man an die Weimarer Republik an, weil sich zeigte, was man verloren hatte.

Exil, Asyl und Migration waren die Themen im letzten Post, als es um Bürgerrecht in der Antike ging, doch heute können w...
16/01/2025

Exil, Asyl und Migration waren die Themen im letzten Post, als es um Bürgerrecht in der Antike ging, doch heute können wir mit CHAMISSIMO von Sebastian Guhr anschließen. Denn der Protagonist des Romans, der Autor, Weltreisende und Naturwissenschaftler Adelbert von Chamisso, lebte selbst als Franzose im preußischen Exil, wo er auch die deutsche Sprache lernte, in der er fortan seine literarischen Texte schrieb.

Als die Französische Revolution ausbricht und Adelige in der ganzen Nation um ihr Leben fürchten, fliehen Adelberts Eltern mit ihm nach Preußen. Damit beginnt für ihn eine lebenslange Reise durch die Wirren aller gesellschaftlichen, geistigen und geografischen Welten seiner Zeit. Er wird Page am preußischen Hof, verdingt sich als Soldat, schließt Freundschaft mit dem Verleger Eduard Hitzig, verbringt auf der Flucht vor Napoleons Truppen einen Sommer als Liebhaber Madame de Staëls am Genfer See, erlangt unverhofft Berühmtheit durch seine Erzählung »Peter Schlemihls wundersame Geschichte«, bereist auf einem Expeditionsschiff den gesamten Erdball, verliert sich fast auf Hawaii und macht sich schließlich als Botaniker einen Namen an der Berliner Universität.

Weltbürger oder nirgendwo zuhause? Chamisso waren beide Zustände bekannt. So geht es im Roman auch viel um das Fremdheitsgefühl, das er erlebt, wenn er immer wieder aufgrund seiner Nationalität mit Vorurteilen und Spott konfrontiert wird. Doch es bleibt nicht bei diesen negativen Erfahrungen allein: Adelbert findet auch neue Freunde und überwindet in seinem Leben nicht nur geografische Grenzen. Das macht ihn zu einem freien Geist und bereichert ihn – und uns, die wir heute von seiner faszinierenden Lebensgeschichte viel Inspiration schöpfen können.

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Sebastian Guhr
CHAMISSIMO
Roman

978-3-7374-1199-8
€ 22,00 (D) / € 22,40 (A)

Das Buch findet Ihr bei Eurem Lieblingsbuchhändler oder in unserem Webshop (Link in der Bio).

Dieser Roman ist auch als Ebook erhältlich.

»Die Grundidee des Asyls bei den Griechen bestand darin, einen verfolgten Fremden unter göttlichen Schutz zu stellen. De...
14/01/2025

»Die Grundidee des Asyls bei den Griechen bestand darin, einen verfolgten Fremden unter göttlichen Schutz zu stellen. Der Begriff ist von dem griechischen Verb »sylao« abgeleitet, was so viel bedeutet wie »etwas herausnehmen, etwas gewaltsam entfernen«. Die Vorsilbe a negiert den Vorgang, und so bedeutet die »asylía« den Schutz vor Raub von Freiheit und Eigentum. Asyl zu gewähren, war ebenso eine Verpflichtung wie die körperliche Unversehrtheit des Asylanten zu garantieren. […] Das Asylrecht, das aufgrund allgemeiner Konvention befolgt wurde, war den Griechen heilig. Wer es verletzte, galt als Frevler.«

Themen wir Migration, Bürgerrecht, Gastfreundschaft und Asyl stehen immer wieder im Zentrum von Debatten, nicht selten auch von Stellvertreterdebatten, die von anderen, dringlicheren Themen ablenken sollen. Die Geschichte bietet dazu ein großes Reservoir an Erlebnissen, Erfahrungen, Erkenntnissen, Erfolgsgeschichten und Problemfällen. Das gilt auch und besonders für die Antike. Sie ist uns fremd genug, um unsere Denkgewohnheiten infrage zu stellen, und nahe genug, um für uns auch heute noch von Bedeutung zu sein.

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