Presse Club Hannover

Presse Club Hannover Der Presse Club Hannover organisiert Vortragsveranstaltungen und Meinungsaustausch mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft.

𝗟𝗢𝗩𝗘 𝗬𝗢𝗨 𝗙𝗢𝗥 𝗜𝗡𝗙𝗜𝗡𝗜𝗧𝗬Es gehört zur guten Tradition des Presse Club Hannover, dass er sein Jahresprogramm mit einer Veran...
17/12/2025

𝗟𝗢𝗩𝗘 𝗬𝗢𝗨 𝗙𝗢𝗥 𝗜𝗡𝗙𝗜𝗡𝗜𝗧𝗬

Es gehört zur guten Tradition des Presse Club Hannover, dass er sein Jahresprogramm mit einer Veranstaltung am 3. Adventssonntag beendet. 2025 war dieses Event ein ganz besonderes Highlight. Reinhard Spieler, der Direktor des Sprengel Museums, hatte sich ganz viel Zeit genommen, um uns persönlich durch die aktuelle Ausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love you for Infinity“ zu führen.

Die Schau, die im Sprengel Museum seit Anfang September gezeigt wird, ist absolut sehenswert. Erstmalig werden Werke von Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert werden. Auf einer Fläche von rd. 2.000 Quadratmetern findet man 12 thematisch gegliederte Räume, in der universelle Themen aufgegriffen werden: Lebensfreude, Liebe, Vergänglichkeit, Feminismus, Sexualität, existenzielle Angst, utopisches Denken. Rund 120 Exponate aus Malerei, Skulptur, Installation, Grafik und Film können bestaunt und bewundert werden.

Die legendären Schießbilder von Niki de Saint Phalle sind ebenso vertreten wie monumentale Phallusskulpturen und provokante Körperbilder. Ein Höhepunkt wartet im letzten Ausstellungsraum auf die Besucher*innen. Ein verspiegelter Boden verdoppelt die gezeigten Werke und Kusamas Infinity Room vermittelt ein immersives Erlebnis. Darüber hinaus baut die Schau auch eine Brücke zwischen Kunst, Popkultur und gesellschaftlicher Reflexion.

Spieler gewährte nicht nur tiefe Einblicke in das Schaffen der Künstler*innen. Er ließ uns auch ein bisschen hinter die Kulissen des Ausstellungsbetriebs schauen und informierte über die Herausforderungen, die mit der Realisierung einer derart großen Ausstellung verbunden sind, von der Finanzierung, bis hin zur Logistik und zur operativen Umsetzung. Am Ende des Rundgangs waren sich die Teilnehmenden alle einig: die Ausstellung ist beeindruckend und der Besuch wird uns noch lange im Gedächtnis bleiben.

Wer die Ausstellung noch nicht besucht hat, sollte die Chance auf jeden Fall nutzen. Noch bis zum 14. Februar 2026 sind die Werke von Niki, Kusama und Murakami im Sprengel Museum zu sehen.

Fotos: Borcholte / Wilp
Text: Wilp

𝗦𝗽𝗲𝗰𝗶𝗮𝗹 𝗘𝘃𝗲𝗻𝘁 𝗮𝗺 𝗱𝗿𝗶𝘁𝘁𝗲𝗻 𝗔𝗱𝘃𝗲𝗻𝘁Termin: 14.12.2025, 16 Uhr (!!!)Ort: Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, 301...
01/12/2025

𝗦𝗽𝗲𝗰𝗶𝗮𝗹 𝗘𝘃𝗲𝗻𝘁 𝗮𝗺 𝗱𝗿𝗶𝘁𝘁𝗲𝗻 𝗔𝗱𝘃𝗲𝗻𝘁

Termin:
14.12.2025, 16 Uhr (!!!)

Ort:
Sprengel Museum Hannover, Kurt-Schwitters-Platz, 30169 Hannover

Traditionell beendet der Presse Club Hannover sein Jahresprogramm immer am 3. Advent mit einer besonderen Veranstaltung. 2025 steht für uns ein Besuch in der aktuellen Ausstellung „Niki. Kusama. Murakami. Love you for Infinity“ im Sprengel Museum auf dem Programm.

Dort erwartet uns nicht nur eine Schau der Superlative, bei der erstmalig Werke von Niki de Saint Phalle, Yayoi Kusama und Takashi Murakami in einer gemeinsamen Ausstellung präsentiert werden. Wir haben auch das besondere Glück, dass wir vom Direktor des Sprengel Museums, Reinhard Spieler, persönlich geführt werden.

Die Ausstellung mit Werken dreier Ikonen der Kunstgeschichte greift in besonderer Weise universelle Themen auf: Lebensfreude, Liebe, Vergänglichkeit, Feminismus, Sexualität, existenzielle Angst, utopisches Denken. Darüber hinaus baut sie eine Brücke zwischen Kunst, Popkultur und gesellschaftlicher Reflexion.

Die Teilnehmerzahl ist bei dieser Veranstaltung begrenzt. Es gibt noch einige wenige freie Plätze. Melden Sie sich an! Es gilt das Windhundverfahren!

https://www.presse-club-hannover.de/dritter-advent-2025

Foto: Wilp

𝗡𝗗𝗥 𝗡𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿𝘀𝗮𝗰𝗵𝘀𝗲𝗻 𝘀𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗮𝘂𝗳 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗽𝗲𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲𝗻𝘃𝗶𝗲𝗹𝗳𝗮𝗹𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗸𝗼𝗻𝘀𝘁𝗿𝘂𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲𝗻 𝗝𝗼𝘂𝗿𝗻𝗮𝗹𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀Der NDR in Niedersachsen umfasst neben de...
26/11/2025

𝗡𝗗𝗥 𝗡𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿𝘀𝗮𝗰𝗵𝘀𝗲𝗻 𝘀𝗲𝘁𝘇𝘁 𝗮𝘂𝗳 𝗣𝗲𝗿𝘀𝗽𝗲𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲𝗻𝘃𝗶𝗲𝗹𝗳𝗮𝗹𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗸𝗼𝗻𝘀𝘁𝗿𝘂𝗸𝘁𝗶𝘃𝗲𝗻 𝗝𝗼𝘂𝗿𝗻𝗮𝗹𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀

Der NDR in Niedersachsen umfasst neben dem Landesfunkhaus am Maschsee sechs Regionalstudios im Land und weitere sechs Korrespondentenbüros in den Regionen. Rund 600 festangestellte und auch mehrere hundert freie Kolleg*innen sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Die Zahl der in Niedersachsen produzierten Beiträge und Sendungen für Radio, Fernsehen, Web und App ist allein schon wegen der Größe des Landes überdurchschnittlich hoch. Darüber hinaus sind in Hannover einige der NDR-Zentral-Redaktionen angesiedelt: So kommt zum Beispiel auch die Hauptnachrichtensendung NDR Info um 21.45 live aus Hannover.

Beim Besuch des Presse Club Hannover im NDR Landesfunkhaus Hannover konnten Teilnehmenden einen guten Einblick in die unterschiedlichen Bereiche des öffentlich-rechtlichen Senders gewinnen. Der Kleine Sendesaal, der große Sendesaal, die crossmediale Redaktion, das Hörfunkstudio und das Fernsehstudio wurden besichtigt. Und anschließend gab es noch ein intensives Gespräch mit Funkhauschefin Andrea Lütke. Dabei wurde deutlich, dass sich der NDR in einer intensiven Veränderungsphase befindet.

Der NDR Niedersachsen will die Perspektivenvielfalt in der Berichterstattung stärken und setzt dazu auch auf junge Journalist*innen, die aus diversen Lebenswelten kommen. Landesfunkhausdirektorin und stellvertretende NDR-Intendantin Andrea Lütke will dafür vor-Ort-Reportagen mehr Gewicht im Programm geben. „Wir wollen stärker mit den Menschen ins Gespräch kommen guten Lösungen für (Alltags-) Problemen mehr Raum geben.“ Möglich sei dies, weil der Sender ab 2026 KI in der Redaktion einsetzen wolle, um etwa Zeit bei Verwaltungsarbeit aber auch zeitaufwändigen Recherchen einzusparen.

𝗖𝗿𝗼𝘀𝘀𝗺𝗲𝗱𝗶𝗮𝗹𝗲𝘀 𝗛𝗮𝘂𝘀

Seit fünf Jahren setzt der NDR Niedersachsen auf crossmedialen Journalismus und hat inzwischen die Redaktionen von Hörfunk, Fernsehen und Online im gemeinsamen „Crossmediales-Haus“ auf dem Gelände am Maschsee zusammengeführt. Ganz nebenbei haben Verantwortliche und Mitarbeitende in Hannover gezeigt, wie sich Tradition und Moderne doch verbinden lassen: Die neue Redaktion befindet sich im historischen Landesfunkhaus, das Friedrich Wilhelm Kraemer, Gerd Lichtenhahn und Dieter Oesterlen entwarfen und das zwischen 1949 und 1952 gebaut wurde.

𝗙𝗮𝗸𝘁𝗲𝗻𝗯𝗮𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝘀𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁 𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗿𝗰𝗵𝗶𝗲𝗿𝘁

Trotz der Offenheit für den Einsatz von KI ist für Lütke klar: „Wir stehen weiterhin für guten Journalismus, bei dem die Reporter*innen faktenbasiert und transparent ihre nachrichtlichen Inhalte transportieren.“ Für dieses Versprechen nimmt sie in Kauf, dass die Nutzer*innen-Zahlen von NRD Niedersachsen online zwar stetig steigen und sehr gute Reichweiten erzielen, aber natürlich gegen Social-Plattformen wie Instagram oder TikTok nicht ankommen.

Text: Katharina Kümpel, Dr. Sabine Wilp
Fotos: Katharina Kümpel, Dr. Sabine Wilp

𝗞𝗜 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘁 𝗧𝗲𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁Am 15. Februar 1965 hat John Lennon seine Fahrprüfung bestanden – in einem weißen Mk1 Mini 850. D...
12/11/2025

𝗞𝗜 𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵𝘁 𝗧𝗲𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁

Am 15. Februar 1965 hat John Lennon seine Fahrprüfung bestanden – in einem weißen Mk1 Mini 850. Danach posierte mit dem Auto und seinen Beatles-Kollegen vor den EMI Studios in Abbey Road. Einen Tag später kaufte er sich einen neuen Ferrari 330 GTC. Klar kennen Fans der Beales wie Dr. Siegfried Tesche die Fakten. Der Autor und Journalist fragt weiter, gräbt nach weiteren Details, denn er weiß: „Trotz Beatle-Mania gibt es auch heute noch News, die es über die Band zu entdecken und erzählen gilt.“ Etwa, dass Lennon die Prüfung unter den Augen sehr vieler weiblicher Fans machte, die die Straßen säumten. Der Prüfer setzte daher alles daran, möglichst schnell fertig zu werden.

In diesem Jahr hat der 68-Jährige in der Reihe „Motorlegenden“ ein neues Buch „Auto-Biografie“ der Rolling Stones veröffentlicht. Siegfried Tesche widmet sich ihrer Leidenschaft für Autos, von Klassikern wie Charlie Watts 1937er Lagonda Rapide und Keith Richards 1950er Pontiac Chieftain Silver Streak Convertible bis hin zu den Supersportwagen Aston Martin DB 6 oder Ronnie Woods Lotus Seven S3.

Anhand des Fuhrparks erzählt er die Bandgeschichte der Stones – nach intensiven Recherchen etwa bei dem Regisseur Volker Schlöndorff, der mit Brian Jones, Anita Pallenberg und Keith Richards zusammengearbeitet hat, Stones-Fotograf Gered Mankowitz sowie Jaggers und Richards‘ Schulfreund Dick Taylor.

Auf Einladung des Presse Club Hannover berichtete Siegfried Tesche detailreich und lebendig aus den Gesprächen und ließ dabei locker jede KI-Anwendung verblassen. Denn wer für ein Thema „brennt“, sich tief in ein Thema hineinbegibt, hintergründige Informationen erforschen will und mit Gesprächspartner*innen den Austausch sucht, der findet die spannendsten Geschichten.
Und ganz nebenbei ist ihm gelungen, auch die Schreiberin, die so gar kein Autofan ist, in den Bann zu ziehen.

Text: Katharina Kümpel
Fotos: Katharina Kümpel, Dr. Sabine Wilp

𝗗𝗿. 𝗦𝗶𝗲𝗴𝗳𝗿𝗶𝗲𝗱 𝗧𝗲𝘀𝗰𝗵𝗲: 𝗕𝘂𝗰𝗵𝗮𝘂𝘁𝗼𝗿, 𝗝𝗼𝘂𝗿𝗻𝗮𝗹𝗶𝘀𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗙𝗶𝗹𝗺𝗲𝘅𝗽𝗲𝗿𝘁𝗲Am 11.11.2025, 19:00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr, im Café Ausbl...
03/11/2025

𝗗𝗿. 𝗦𝗶𝗲𝗴𝗳𝗿𝗶𝗲𝗱 𝗧𝗲𝘀𝗰𝗵𝗲: 𝗕𝘂𝗰𝗵𝗮𝘂𝘁𝗼𝗿, 𝗝𝗼𝘂𝗿𝗻𝗮𝗹𝗶𝘀𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗙𝗶𝗹𝗺𝗲𝘅𝗽𝗲𝗿𝘁𝗲

Am 11.11.2025, 19:00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr, im Café Ausblick, Podbielskistraße 269, 30655 Hannover

Dr. Siegfried Tesche wurde 1957 in Hannover geboren. Sein erster Kinobesuch im März 1969 legte den Grundstein für seine Kinoleidenschaft. Unvergessen der erste James-Bond-Film, den er im Dezember 1969 im Kino Esplanade in der Geibelstraße gesehen hat: Im Geheimdienst Ihrer Majestät. 007 hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen.

Tesche studierte Germanistik, Politik und Sozialwissenschaften in Hannover und promovierte mit einer medienpolitischen Arbeit über die Einsatzmöglichkeiten von Bildschirmtext für Journalisten. Journalistische Tätigkeiten für radio ffn, SAT 1 und Premiere folgten. 1984 veröffentlichte er sein erstes Buch „Die neuen Stars des deutschen Films“, 1995 erschien sein erstes 007-Buch.

Siegfried Tesche ist bekannt für seine tiefgehenden Analysen zur Filmgeschichte und hat inzwischen mehr als 30 Bücher veröffentlicht – darunter Werke über James Bond, Sean Connery, Harrison Ford, Filmmusik und berühmte Filmfahrzeuge. Als leidenschaftlicher Cineast konzipiert er auch filmhistorische Ausstellungen und ist regelmäßig auf internationalen Filmfestivals wie Cannes und Berlin unterwegs. Neben seiner journalistischen Tätigkeit unterrichtet er an der Hochschule Hannover und der Fachhochschule des Mittelstands. Mit seinem feinen Gespür für Popkultur und Humor hat er sich einen festen Platz in der deutschen Medienlandschaft erarbeitet.

Im Presse Club Hannover wird er unter anderem seine beiden neuesten Veröffentlichungen vorstellen: „Movie Cars II“ und „Satisfaction. Die Auto-Biographie der Stones“.

Diesen spannenden Abend solltet ihr nicht verpassen. Um Anmeldung wird gebeten!

https://www.presse-club-hannover.de/siegfried-tesche

Der Tag hat schon gut begonnen. Heute haben wir die Mail erhalten, dass unserem Antrag auf Mitgliedschaft in der LPK als...
23/10/2025

Der Tag hat schon gut begonnen. Heute haben wir die Mail erhalten, dass unserem Antrag auf Mitgliedschaft in der LPK als Ständiger Teilnehmer stattgegeben wurde. Das freut uns ungemein!

Und in der kommenden Woche gibt es gleich unser erstes gemeinsames Redaktionsgespräch. Termin schon mal notieren: Dienstag, 28.10.2025, 15.30 Uhr, im LPK Raum. Mehr Informationen folgen!

𝗚𝗲𝗼𝗿𝗴𝗶𝗲𝗻 𝘇𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗺𝗼𝗸𝗿𝗮𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗙𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗮𝘂𝘁𝗼𝗿𝗶𝘁ä𝗿𝗲𝗿 𝗙ü𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴Georgien ist ein eher kleines Land, knapp 60.000 Quadra...
16/10/2025

𝗚𝗲𝗼𝗿𝗴𝗶𝗲𝗻 𝘇𝘄𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗺𝗼𝗸𝗿𝗮𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗙𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗶𝘁 𝘂𝗻𝗱 𝗮𝘂𝘁𝗼𝗿𝗶𝘁ä𝗿𝗲𝗿 𝗙ü𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴

Georgien ist ein eher kleines Land, knapp 60.000 Quadratkilometer groß, und es ist mit rd. 3,5 Millionen Einwohnern auch eher dünn besiedelt. Ob es deshalb ein bisschen aus unserem Fokus gerutscht ist? Ich weiß es nicht. Beim Presseclubabend am 14.10.2025 wurde aber alles dafür getan, um das zu ändern.

Thomas Franke, Autor, Regisseur und Produzent, bereist seit vielen Jahren regelmäßig das Land, das seit Jahrhunderten um seine Freiheit kämpft und in der letzten Zeit wieder stark um seine Unabhängigkeit bangen muss. Er wurde unterstützt von Irakli Absandse, dem ehemaligen Moderator eines öffentlich-rechtlichen Senders, der aus eigenem Erleben schilderte, wie es um die Situation im Land und insbesondere die des Journalismus in Georgien bestellt ist.

Georgien stand jahrhundertelang unter dem Einfluss Russlands. Als eine der ersten Sowjetrepubliken sagte es sich im April 1991 von der UdSSR los und erklärte seine Unabhängigkeit. Zwei Regionen – Abchasien und Südossetien – sind aber nach wie vor an Russland gebunden und stehen bis heute außerhalb der Kontrolle der Regierung in Tiflis. Der Staat im Kaukasus orientierte sich seither an Westeuropa, ein Großteil der Bevölkerung verlangte den Beitritt zur EU. Seit 1999 ist Georgien Mitglied im Europarat. 2022 reichte das Land einen Antrag auf Mitgliedschaft in der EU ein. Seit Dezember 2023 gilt Georgien offiziell als Beitrittskandidat. Nach einem umstrittenen Wahlsieg 2024 kündigte die neue, russlandfreundliche Regierung unter Präsident Micheil Kawelaschwili allerdings an, die EU-Beitrittsverhandlungen stoppen zu wollen.

Georgien muss seither wieder um seine Unabhängigkeit, seine Freiheit und seine Selbstbestimmung bangen. Der Einfluss Russlands wächst und die regierende Partei tut alles, um das Land vom Westkurs abzubringen, und wendet dabei Methoden an, die denen von Putins Machtapparat in Russland ähneln, so Franke. Das Ziel ist klar: ein Rechtsstaat, der sich der EU zugehörig fühlt, soll verhindert werden. Unabhängige Stimmen werden kriminalisiert. Das gilt vor allem für Medienschaffende.

„Man hat eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Entweder man arbeitet für regierungstreue Medienunternehmen und wird Propagandist, oder man fliegt raus und wird Dissident,“ erklärte Absandse, der nach seiner Kritik an einem homophoben und antiliberalen Progrom der Regierung entlassen wurde. Noch habe er nicht wirklich Angst um sein Leben, erklärte er. Noch könne er einigermaßen unbehelligt leben. Die Frage sei aber, wie lange noch.

Sowohl Franke wie auch Absandse gehen davon aus, dass sich die Lage für Journalisten in Georgien innerhalb kürzester Zeit weiter verschärfen wird, so dass einer Gruppe von rund 100 Betroffenen wohl nichts bleibe als die Emigration. Schon jetzt machten die Behörden bei Demonstrationen gezielt Jagd auf Journalisten. Verhaftungen mit zum Teil langen Haftstrafen seien an der Tagesordnung. Aber trotz dieser Bedrohungslage tun Journalisten wie Absandse alles, damit ihre Stimmen weiter gehört werden.

Der Presseclubabend wurde auf Bitten unseres Mitglieds Robert Glogowski ins Programm genommen, der den Kontakt zu Thomas Franke herstellte. Er zeigte sich hocherfreut, dass der Presse Club Hannover kurzfristig das Thema aufgegriffen und auf diese Weise seine ideelle Unterstützung mit den Kolleginnen und Kollegen in Georgien bewiesen habe. Wer tiefer in die aktuelle Situation Georgiens eintauchen möchte, dem sei der gerade im Herder Verlag erschienene Spiegel-Bestseller von Gesine Dornblüth und Thomas Franke „Kampf um die Freiheit Georgien und der Lange Arm des Kreml“ ans Herz gelegt.

Text: Dr. Sabine Wilp
Fotos: Dr. Sabine Wilp, Thomas Borcholte

Hassan Mahramzadeh, Hannovers unermüdlicher Fotochronist, lädt am 26.10.2025, 11 Uhr, zur Eröffnung seiner Ausstellung "...
08/10/2025

Hassan Mahramzadeh, Hannovers unermüdlicher Fotochronist, lädt am 26.10.2025, 11 Uhr, zur Eröffnung seiner Ausstellung "25 Jahre EXPO 2000" ins Neue Rathaus. Hingehen!!

Es ist eine grandiose Ausstellung, die noch bis zum 12. Oktober in der Galerie für Fotografie auf dem Gelände der Eisfab...
03/10/2025

Es ist eine grandiose Ausstellung, die noch bis zum 12. Oktober in der Galerie für Fotografie auf dem Gelände der Eisfabrik in Hannovers Südstadt zu sehen ist. Also unbedingt hingehen. Die Ausstellung ist auch heute - am Tag der Deutschen Einheit - geöffnet.

Mitglieder und Gäste des Presse Club Hannover hatten vor ein paar Tagen die Gelegenheit, die 13 Fotogeschichten rund um das Thema "Arbeiter des Meeres" direkt aus erster Hand erläutert zu bekommen. Rolf Nobel hatte sich für uns Zeit genommen und gewährte uns tiefe Einblicke in die Fotoserien, die für ihn ein echtes Herzensanliegen waren.

Die Bilder an sich sind schon beeindruckend genug. Aber die Geschichten zu hören, die darin und dahinter stecken, von den Monsterkrabben bis zu den Eisenfressern, das war schon etwas ganz Besonderes.

Ein dickes Dankeschön an Rolf Nobel. Es war uns ein großes Vergnügen! Und wir kommen gern wieder, um uns die Ausstellungen in der GAF anzuschauen.

𝗝𝗼𝘂𝗿𝗻𝗮𝗹𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀 𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗼𝗿𝗴𝗶𝗲𝗻Termin:14.10.2025, 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)Ort:Café Ausblick, Podbielskistraße 269, 30655 H...
30/09/2025

𝗝𝗼𝘂𝗿𝗻𝗮𝗹𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀 𝗶𝗻 𝗚𝗲𝗼𝗿𝗴𝗶𝗲𝗻

Termin:
14.10.2025, 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)

Ort:
Café Ausblick, Podbielskistraße 269, 30655 Hannover

Zwei interessante Gäste werden diesen Abend bestreiten. Thomas Franke ist Autor, Regisseur und Produzent. Seit Jahren bereist er gemeinsam mit Gesine Dornblüth Georgien und erzählt von den Menschen und der politischen Lage. Er nimmt uns mit in ein Land, das seit Jahrhunderten um die Freiheit kämpft und neuerdings wieder um seine Unabhängigkeit bangt.

Gerade ist ihr gemeinsames Buch erschienen: „Kampf um die Freiheit: Georgien und der lange Arm des Kreml“. Es zeigt unter anderem auf, dass es in Georgien kaum noch einen unabhängigen und professionellen Journalismus gibt. Die Behörden machen bei Demonstrationen gezielt Jagd auf Journalisten. Die wichtigsten Fernsehsender werden von der Regierung kontrolliert. Dort dominieren antiwestliche Propaganda und Hetze gegen Minderheiten und Demokratie.

Franke wird begleitet von Irakli Absandse, ehemaliger Moderator der wöchentlichen Hardtalk-Sendung des öffentlich-rechtlichen „Ersten Kanals“ in Georgien. Nachdem er ein von der Regierung gefördertes homophobes und antiliberales Pogrom kritisierte, wurde er entlassen.

Die Veranstaltung bietet intime Einblicke in die Situation des Journalismus in einem Staat an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien und eröffnet damit auch die Möglichkeit, den Kolleginnen und Kollegen in Georgien ideelle Unterstützung zu bieten.

Angeregt wurde dieser Abend durch unser Mitglied Robert Glogowski, der über gute Kontakte zu Thomas Franke verfügt. Er wird den Abend moderieren.

Bitte melden Sie Sich an!

Zu Besuch bei Radio Hannover, der „Stimme der Stadt“Eine kleine Herausforderung zum Beginn. Fast 100 Stufen mussten über...
18/09/2025

Zu Besuch bei Radio Hannover, der „Stimme der Stadt“

Eine kleine Herausforderung zum Beginn. Fast 100 Stufen mussten überwunden werden, denn der Aufzug war außer Betrieb und Radio Hannover residiert in der Münzstraße 3-4 im 4. und 5. Stock. Aber die Teilnehmer des Presseclubabends ließen sich davon nicht abschrecken und wurden mit einem herzlichen Empfang und vielen, spannenden Informationen belohnt.

Seit dem 2. April 2014 sendet Radio Hannover rund um die Uhr aus den Studios, die sich mitten im Herzen der Stadt befinden, direkt am Steintor. Lokale Nachrichten, Politik, Kultur, Wirtschaft, Sport und natürlich auch internationale Nachrichten stehen auf dem Programm. Dazu gibt es ein abwechslungsreiches Musikprogramm.

Programmdirektor Björn Stack war leider erkrankt und konnte nicht persönlich vor Ort sein. Geschäftsführer Benjamin Kahnt stellte den Sender daher allein vor und wies gleich zu Beginn auf interessante politische Parallelen hin. 2014, im Gründungsjahr des Senders, verkündete Präsident Putin den Anschluss der Krim an die Russische Föderation, und im Gazastreifen lief eine Militäroperation Israels gegen die Hamas (Operation Protective Edge).

Der private Hörfunksender für Hannover kommt mit seinem Konzept der „unterhaltenden Lokalnachrichten aus Hannover und der Region“ von 5.30 bis 19.30 Uhr in der Stadtgesellschaft und bei Werbepartnern gut an. Das machte Kahnt deutlich. Denn in Zeiten von KI und Social Media bilden selbst recherchierte News und auch eine redaktionell zusammengestellte Musikplaylist überzeugende Alleinstellungsmerkmale für einen Sender, der auf der Frequenz UKW 100,0 MHz, aber auch über DAB+, eine eigene App und den Livestream zu empfangen ist. „Darüber hinaus punkten wir mir unserer Glaubwürdigkeit,“ so Kahnt.

Er machte aber auch deutlich, dass das Betreiben eines Radiosenders aktuell mit Herausforderungen verbunden sei. Die Erstellung von Content sei kostenintensiv, eine Paywall gebe es nicht. Ohne Werbekunden könne der Sender nicht betrieben werden. Hinzu komme, dass die Hörerinnen und Hörer den Content natürlich zeitnah auch über alle möglichen Online-Kanäle erhalten wollen. Dafür werden personelle Ressourcen gebraucht, und auch die kosten Geld. Hier einen guten Weg zu finden, um die unterschiedlichen Ansprüche zu befriedigen, sei nicht immer einfach.

„Klar können wir auch Social Media und wollen KI verstehen“, erklärte Kahnt auf entsprechende Nachfragen. Aber KI-generierte Sendungen seien für den Sender definitiv nicht der richtige Weg. Radio Hannover wolle „kein synthetischer Radiosender werden.“

Wir sind sicher, die Hörer*innen werden es dem Sender danken!

Text: Katharina Kümpel/Dr. Sabine Wilp
Fotos: Katharina Kümpel / Dr. Sabine Wilp

PCH VOR ORT BEI RADIO HANNOVERTermin: 16.09.2025, 19:00 UhrOrt: Radio Hannover, Münzstraße 3-4, 30159 HannoverIm Juli 20...
02/09/2025

PCH VOR ORT BEI RADIO HANNOVER

Termin: 16.09.2025, 19:00 Uhr

Ort: Radio Hannover, Münzstraße 3-4, 30159 Hannover

Im Juli 2014 waren die Mitglieder des Presse Club Hannover schon einmal bei Radio Hannover zu Besuch. Nur wenige Monate nach der Gründung des Senders, der heute mit dem Slogan „Die Stimme der Stadt“ auf sich aufmerksam macht. Der private Hörfunksender für Hannover und die Region ging am 2. April 2014 auf Sendung und ist auf der Frequenz UKW 100,0 MHz, über DAB+, die eigene App und den Livestream zu empfangen. Seit mehr als 10 Jahren sendet er rund um die Uhr aus den Studios im Herzen der Stadt, direkt am Steintor. Lokale Nachrichten, Politik, Kultur, Wirtschaft, Sport aber natürlich auch internationale Nachrichten stehen auf dem Programm. Dazu gibt es ein abwechslungsreiches Musikprogramm.

Am 16. September 2025 werden uns Benjamin Kahnt (Geschäftsführer) und Björn Stack (Programmdirektor) persönlich durch den Sender führen und uns erzählen, wie sich der Sender in den vergangenen 11 Jahren entwickelt hat. Das sollten Sie nicht verpassen!

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte melden Sie sich an!

https://www.presse-club-hannover.de/radio-hannover

Adresse

Leo-Sympher-Promenade 65
Hanover
30655

Öffnungszeiten

Dienstag 08:00 - 12:00
Donnerstag 08:00 - 12:00

Telefon

+495112348558

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Am 20. Januar 1994 gründeten Journalisten und PR-Berater in der niedersächsischen Landeshauptstadt den Presse Club Hannover e.V., der mittlerweile rund 300 Mitglieder hat. Wie es zu der Gründung kam, können Sie hier nachlesen.

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Seit 1997 verleiht der Presse Club Hannover jedes Jahr den LeibnizRingHannover an eine Persönlichkeit oder Institution, die durch eine herausragende Leistung auf sich aufmerksam gemacht oder durch ihr Lebenswerk ein besonderes Zeichen gesetzt hat.